Eine Krankheit verändert vieles: den Alltag, die Pläne, die Stimmung. Was bleibt, ist die Erfahrung: man möchte nicht allein sein. Als Pfarrei kommen wir zu Ihnen, hören zu, beten mit Ihnen oder bringen die Kommunion ans Krankenbett. Den Weg müssen Sie nicht zu uns machen. Wir machen ihn zu Ihnen.

Sie oder ein Angehöriger sind krank? Wir kommen zu Ihnen: in die Wohnung, ins Pflegeheim oder ins Krankenhaus. Ein Anruf oder eine kurze Nachricht ans Pastoralteam genügt.

Wir kommen zu Ihnen

Wer länger erkrankt ist oder das Haus nicht mehr verlassen kann, soll deshalb nicht aus dem Blick geraten. Unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger besuchen Menschen in Ratingen zu Hause, im Pflegeheim und im Hospiz. Manchmal geht es um ein Gespräch, manchmal ums gemeinsame Beten, manchmal einfach ums Da-sein.

Eine solche Begegnung muss nichts Großes sein. Auch wer nicht „kirchenfest“ ist oder schon lange keinen Kontakt zur Gemeinde mehr hatte, ist willkommen. Sagen Sie uns einfach Bescheid. Eine Nachricht von Ihnen selbst, von einem Angehörigen oder von einer Pflegekraft genügt.

Auch wer keinen Besuch wünscht, kann uns ein Gebetsanliegen mitteilen. Wir nehmen es gerne in unsere Gottesdienste mit auf.

Im Krankenhaus

Wer als Ratinger ins Krankenhaus muss, kommt meist in eine Klinik außerhalb der Stadt. Jede Klinik hat eine eigene Krankenhausseelsorge. Das Pflegepersonal stellt auf Wunsch den Kontakt her, oder Sie melden sich direkt am Empfang.

Wenn Sie möchten, dass jemand aus unserer Pfarrei Sie oder einen Angehörigen im Krankenhaus besucht, sagen Sie uns Bescheid. Auch über die Stadtgrenze hinweg sind wir erreichbar.

Krankenkommunion zu Hause

Wer nicht mehr zum Gottesdienst kommen kann, muss auf die Kommunion nicht verzichten. Auf Wunsch bringt einer unserer Priester die Eucharistie zu Ihnen, regelmäßig oder einmalig, etwa vor einer Operation oder zu einem hohen Feiertag.

Wenn Sie Krankenkommunion für sich selbst oder einen Angehörigen wünschen, genügt eine kurze Nachricht.

Sakrament der Krankensalbung

Die Krankensalbung ist eines der sieben Sakramente und vielleicht das am meisten missverstandene. Lange wurde sie als „Letzte Ölung“ bezeichnet und galt als Zeichen, dass das Lebensende nahe ist. Heute wissen wir: Sie ist viel mehr als das.

Die Krankensalbung ist für alle gedacht, die ernstlich erkrankt sind: durch eine schwere oder chronische Krankheit, vor einer größeren Operation, im Alter, wenn die Kräfte schwinden. Sie kann mehrfach empfangen werden, immer dann, wenn ein neuer Krankheitsabschnitt beginnt oder sich der Zustand verändert.

Im Zentrum steht ein schlichtes Zeichen: Der Priester salbt Stirn und Hände mit geweihtem Öl und betet dabei. Mehr braucht es nicht. Was geschieht, ist eine Zusage. Gott wendet sich dem kranken Menschen zu und schenkt Trost, Kraft und Frieden. Auch körperliche Heilung ist möglich. Sicher aber ist die geistliche Stärkung, die der kranke Mensch erfährt.

Wer die Krankensalbung wünscht, für sich selbst oder für einen Angehörigen, kann uns jederzeit ansprechen.

Wenn das Leben zu Ende geht

Manchmal kündigt sich der Tod an, und dann gehört er auch ausgesprochen. Wir begleiten Sterbende und ihre Angehörigen mit dem, was wir haben: Da-sein, Gebet, Sakrament. Die Krankensalbung kann auch in dieser Lebensphase empfangen werden. Wer es wünscht, kann zuvor noch einmal beichten. Manche Menschen wünschen sich zusätzlich die „Wegzehrung“, die heilige Kommunion als letzte Stärkung für den Weg, der vor ihnen liegt.

Bitte zögern Sie nicht, uns zu rufen, wenn ein Angehöriger im Sterben liegt. Eine offizielle Bereitschaftsregelung haben wir nicht. Versuchen Sie aber, das Pastoralteam zu erreichen, und einer von uns kommt, so schnell es geht. Wir nehmen Ihren Anruf ernst, auch nachts oder am Wochenende.

Mehr zu Bestattung, Trauer und Gräbersegnung finden Sie unter Sterben und Trauerbegleitung.