Kirche Herz Jesu Ratingen-Ost, Außenansicht

Ihr Besuch

Anschrift

Rosenstraße 44a
40882 Ratingen

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Öffnungszeiten

Mo geschlossen
Di–Fr 09:00–17:00
Sa 09:00–18:00
So 09:00–17:00

Gottesdienste

Zu den Gottesdienstzeiten

Anfahrt

Mit dem ÖPNV
Haltestelle "Hubertusstraße" der Buslinie O15. Die Haltestelle befindet sich wenige Meter neben der Kirche.

Mit dem Auto
Hinter der Kirche befindet sich ein großer Parkplatz. Dazu der Einfahrt bei Hausnummer 40 folgen und auf die Beschilderung achten.

Barrierefreiheit

Über den Haupteingang der Kirche besteht ein stufenfreier, barrierefreier Zugang. Die Tür öffnet automatisch per Knopfdruck. Es gibt keine Induktionsschleife für Hörhilfen.

Kontakt

Bei Fragen zu organisatorischen Themen wenden Sie sich an das Pfarrbüro. Für seelsorgerliche Anliegen steht Ihnen das Pastoralteam zur Verfügung.

Geschichte

Mit der Industrialisierung des Ratinger Ostens wuchs die Bevölkerung dort schon vor dem Ersten Weltkrieg stark an, und die Stadtpfarre St. Peter und Paul stieß zunehmend an ihre Grenzen. Bereits 1912 gründete sich deshalb ein Kirchenbauverein. Das Grundstück an der höchsten Erhebung der Rosenstraße wurde per Testament kostenlos zur Verfügung gestellt, verbunden mit der Auflage, die Kirche dem Göttlichen Herzen Jesu zu weihen.

Der Erste Weltkrieg verzögerte das Vorhaben: Erst im Sommer 1928 konnte der Bau beginnen, im September 1928 wurde der Grundstein gelegt. Die Pläne stammten vom Stuttgarter Regierungsbaumeister Hans Herkommer, der die Kirche als pfeilerlose Basilika entwarf. Am 9. Juni 1929 wurde sie eingeweiht. 1952 wurde die bis dahin als Rektoratsgemeinde geführte Gemeinde von der Mutterpfarre abgetrennt und zur eigenständigen Pfarre erhoben.

In den Nachkriegsjahren entstand 1949/1950 ein Pfarrheim mit Kindergarten, errichtet zum großen Teil in freiwilliger Eigenarbeit von Helferinnen und Helfern aus der Gemeinde; 1955 folgte ein neuer Kindergarten mit Küsterhaus. Das damals zur Gemeinde gehörende Dorf Eggerscheidt erhielt 1950 eine katholische Schule, in der regelmäßig Gottesdienste gefeiert wurden; 1984 wurde Eggerscheidt der Höseler Gemeinde St. Bartholomäus zugeordnet.

Der ersten Kirche war indes keine lange Zukunft beschieden: Ihre moderne Stahlskelettkonstruktion hatte sich nicht bewährt und war im Laufe der Zeit stark verrostet. In Abstimmung mit dem Erzbistum Köln fiel die Entscheidung, die Kirche abzureißen und am gleichen Platz neu zu bauen. Zunächst entstand ein neues Pfarrheim, das als Notkirche diente. Nach dem Entwurf von Architekt Theo Scholten wurden dann die heutige Kirche und das Pfarrhaus errichtet: Im Oktober 1968 erfolgte die Grundsteinlegung, im Juni 1969 wurde Richtfest gefeiert, und im April 1971 erhielt die Kirche ihre neue Orgel.

Die alte Kirche blieb dabei sichtbar: Ein Teil ihrer bunten Fenster wurde in die Ostwand an Krypta und Seitenschiff eingebaut. Ihr letztes erhaltenes Ausstattungsstück ist das Kruzifix, das einst auf dem Tabernakel stand; es hängt heute neu gefasst im Seitenschiff hinter dem Seitenaltar und dient auch als Vortragekreuz. Seit Umbaumaßnahmen im Jahr 2009 hat zudem die Katholische öffentliche Bücherei ihren Platz direkt neben dem Kirchenraum. Zur Gemeinde Herz Jesu gehört auch die Kreuzkapelle an der Brückstraße, ein Heiligenhäuschen aus der Zeit um 1443.

Glocken

Für den Turm der ersten Kirche überließ die Mutterpfarre St. Peter und Paul der jungen Gemeinde eine kleine Glocke. Sie rief später in Eggerscheidt zum Gottesdienst und hängt heute als Leihgabe in einem kleinen Glockenstuhl im Museum der Stadt Ratingen. 1933 konnte ein neues Geläut angeschafft werden, von dem im Juli 1942 zwei Glocken für die Kriegsbewirtschaftung beschlagnahmt wurden. Seit 1959 ruft ein fünfstimmiges Geläut vom Turm zum Gebet.

2014 lösten sich Mauerwerksbrocken aus der bewehrten Betonkonstruktion des Glockenturms. Mit Unterstützung des Erzbistums wurde der Turm saniert und war bereits im August 2015 wieder gesichert. Dabei entstand eine Besonderheit: Die Seitenöffnungen der Glockenstube wurden verglast, sodass man den Glocken seither von außen beim Läuten zusehen kann.

Die Gemeinde heute

Das Gemeindegebiet von Herz Jesu schließt viele Familien ein, und so sind Kinder und Familien auch in den Gottesdiensten präsent. Zugleich spannt sich das Gemeindeleben über alle Generationen, bis hin zu Gottesdiensten und Besuchen in den umliegenden Seniorenheimen. Ein besonderer Begegnungsort ist die Katholische öffentliche Bücherei direkt neben dem Kirchenraum, getragen vom ehrenamtlichen Engagement vieler Gemeindemitglieder.

Wer das Gemeindeleben vor Ort mitgestalten möchte, ist im Gemeindeausschuss Herz Jesu willkommen; seine Sitzungen sind öffentlich.