Ihr Besuch
Anschrift
Dorfstraße 36
40882 Ratingen
Öffnungszeiten
Winter: Mo–So 10:00–17:00
Sommer: Mo–So 10:00–18:00
Gottesdienste
Kontakt
Vor Ort ist das Gemeindebüro St. Jacobus am Grashofweg 12 für Sie da; die Sprechzeiten finden Sie beim Pfarrbüro. Für seelsorgerliche Anliegen steht Ihnen das Pastoralteam zur Verfügung.
Wer das Gemeindeleben vor Ort mitgestalten möchte, ist im Gemeindeausschuss St. Jacobus willkommen; seine Sitzungen sind öffentlich.
Geschichte
St. Jacobus der Ältere im historischen Ortskern von Homberg ist das älteste Gotteshaus unserer Pfarrei. Schon für das 10. Jahrhundert wird eine erste Kirche an dieser Stelle angenommen.
Das Jacobus-Patrozinium ist seit 1506 urkundlich belegt, geht aber vermutlich bereits auf die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts zurück, als Erzbischof Anno II. von Köln die Verehrung des Apostels in seinem Erzbistum förderte. Damit zählt die Homberger Kirche zu den frühesten Jacobus-Kirchen des Rheinlands.
Im 12. Jahrhundert entstand eine dreischiffige romanische Basilika aus Sandstein, vermutlich indem die Wände eines einschiffigen Saalbaus mit Arkaden durchbrochen und das Mittelschiff erhöht wurden. Aus dieser Zeit stammt auch der fünfgeschossige Westturm, der das Ortsbild Hombergs bis heute prägt.
Nach Beschädigungen im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche im 17. Jahrhundert um ihre beiden Seitenschiffe verkleinert; erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielt sie ihr südliches Seitenschiff zurück. Zuletzt wurde das Gotteshaus 2003/2004 umfassend renoviert.
Jakobusverehrung und Pilgerweg
Ihrem Patron verdankt die Homberger Kirche eine lebendige Pilgertradition. Ende des 20. Jahrhunderts wurde sie durch das Wirken des langjährigen Gemeindepfarrers Dr. Kurt-Peter Gertz zu einem rheinischen Zentrum der Wiederbelebung der Pilgerfahrten nach Santiago de Compostela. Pilgerfreunde aus dem Rheinland treffen sich regelmäßig in Homberg, das wegen seiner vielen Kunstwerke zur Jakobusverehrung auch als „Santiago des Bergischen Landes“ bezeichnet wird.
Zu dieser Ausstattung gehören mehrere Werke des Düsseldorfer Künstlers Bert Gerresheim mit Bezug zur Pilgerfahrt: das Jacobusreliquiar (1990), der Jacobusleuchter (1991) und der Emmauspilger-Tabernakel (1994).
Die Kirche ist Station des Jakobspilgerwegs „Wege der Pilger im Rheinland“ von Dortmund nach Aachen und zugleich Ausgangspunkt eines Rundwanderwegs durch das Niederbergische von rund 16 Kilometern; eine kürzere Variante über Homberg misst etwa 11,5 Kilometer.