Mitglied der katholischen Kirche wird man durch die Sakramente der Taufe, der Erstkommunion und der Firmung.
Getauft werden die meisten von uns als kleine Kinder. Auch die Erstkommunion feiern Kinder in der Regel gemeinsam mit ihren Familien. In dieser Zeit sind es vor allem die Eltern, die ihr Kind im Glauben begleiten und ihm Werte, Halt und Orientierung mit auf den Weg geben.
Hast Du Fragen zur Firmung? Wende Dich gerne an unser Pfarrbüro oder direkt an unser Pastoralteam. Wir freuen uns auf Deine Anfrage.
Dein Ja zum Glauben
Mit der Firmung beginnt ein neuer Abschnitt. Sie richtet sich an junge Menschen: bei uns in der Gemeinde in der Regel im Alter von etwa 16 Jahren. Nun geht es um Deine eigene Entscheidung:
Willst Du selbst Ja sagen zu dem Glauben, den Deine Eltern Dir eröffnet haben? Willst Du Verantwortung für Dein Leben, Deinen Glauben und Deinen Weg übernehmen?
Dabei können ganz grundlegende Fragen wichtig werden:
- Geht es Dir gut?
- Magst Du Dich und Dein Leben?
- Wonach suchst Du?
- Was brauchst Du, um möglichst glücklich zu sein?
- Und wo könntest Du das finden?
Wir glauben: Auf diese Fragen gibt es Antworten.
Jesus Christus sagt: „Meine Freude soll in Euch sein, damit Eure Freude vollkommen wird.“
Was bei der Firmung geschieht
Die Firmung wird in einem festlichen Gottesdienst gespendet: meist gemeinsam mit allen Firmlingen Deines Jahrgangs. Drei Momente stehen im Mittelpunkt:
- Erneuerung des Taufversprechens. Du bekennst öffentlich den Glauben, in den Du getauft wurdest. Jetzt aus eigener Überzeugung.
- Handauflegung. Der Bischof streckt die Hände über alle Firmlinge aus und bittet für sie um den Heiligen Geist.
- Salbung mit Chrisam. Der Bischof zeichnet Dir mit dem heiligen Öl ein Kreuz auf die Stirn und spricht: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, des Heiligen Geistes.“ Du antwortest mit „Amen“.
Damit schließt sich der Weg in die Sakramente, der mit Deiner Taufe begann: Du bist nun vollständig in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen.
Die Firmvorbereitung
Vielleicht hast Du Dir diese Fragen schon einmal gestellt, aber hast Du sie Dir auch schon beantwortet? In der Firmvorbereitung wollen wir gemeinsam mit anderen Jugendlichen, mit Katechetinnen und Katecheten über das Leben, über den Glauben an Jesus Christus und über das, was uns trägt und herausfordert, ins Gespräch kommen. Offen, ehrlich und ohne Druck.
Vor jeder Firmung bieten wir in unserer Pfarrei St. Peter und Paul eine Vorbereitung an.
Wir schreiben alle Jugendlichen persönlich an, die zum Termin der Firmung das 16. Lebensjahr vollendet haben, und laden sie herzlich zur Firmvorbereitung ein.
Unabhängig davon gilt: Du bist willkommen, auch wenn Du Dir noch unsicher bist oder Fragen hast.
Dein Firmpate, Deine Firmpatin
Zur Firmung wählst Du Dir eine Person, die Dich auf Deinem Weg im Glauben begleitet: Deinen Firmpaten oder Deine Firmpatin. Bei der Feier steht sie hinter Dir und legt Dir während der Salbung die Hand auf die Schulter, als sichtbares Zeichen dafür, dass Du nicht allein gehst.
Wer kommt in Frage?
- Mindestens 16 Jahre alt, selbst gefirmt und katholisch.
- Lebt aus dem Glauben, sodass sie oder er Dich darin auch wirklich begleiten kann.
- Es kann auch Dein Taufpate oder Deine Taufpatin sein. Das ist sogar besonders schön, weil sich Tauf- und Firmweg dann verbinden.
Wähle jemanden, mit dem Du gut sprechen kannst. Nicht nur jemanden, der „dazugehört“. Eine gute Patin oder ein guter Pate ist ein Mensch, an den Du Dich auch in Jahren noch wenden kannst.
Firmung als Erwachsener
Diese Seite richtet sich vor allem an Jugendliche, aber auch Erwachsene können die Firmung empfangen.
Sie wurden als Kind getauft, aber nie gefirmt? Es ist nie zu spät, dieses Sakrament nachzuholen. Wir bereiten Sie individuell auf die Firmung vor. Sprechen Sie uns einfach an.
Eine Chance
Die Firmung kann eine große Chance sein:
- eine Chance, Dich selbst besser kennenzulernen,
- eine Chance, über Gott und den Glauben nachzudenken,
- eine Chance, Deinem Leben und Deinem Glauben bewusst eine Richtung zu geben.
Wir freuen uns, Dich auf diesem Weg zu begleiten.
Dein Pastor Daniel Schilling